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CO-Kontierungen im SD Auftragskopf
Bestimmte CO-Objekte (wie z.B. Innenaufträge) lassen sich im SD Auftrag im SAP Standard nur auf Positionsebene kontieren, was natürlich nervt, wenn bei allen Positionen das gleiche CO-Objekt eingetragen werden soll.
Kann man aber mithilfe der einschlägigen Userexits im Include MV45AFZB was machen:
1. Schritt:
Gewünschtes CO-Objekt "aufmachen" (Im Standard ist nur PSP-Element im Auftragskopf kontierbar).
z.B. Innenauftrag:
FORM USEREXIT_COBL_SEND_HEADER. * This example shows how to select fields that are shown in the * account assignment block * INT_COBLF-FDNAM = zzfield1. "hier: 'AUFNR' * INT_COBLF-OUTPUT = '1'. * IF T180-TRTYP NE CHARA AND * VBAP-KZVBR NE KZVBR_P. * INT_COBLF-INPUT = '1'. * INT_COBLF-REQUIRED = '1'. "nur wenn Mussfeld!!!! * ENDIF. * INT_COBLF-ACTIVE = '1'. * APPEND INT_COBLF. ENDFORM.
2. Schritt:
Auftragsnummer in Auftragskopf (VBAK) speichern:
FORM USEREXIT_COBL_RECEIVE_VBAK. * VBAK-zzfield = COBL-zzfield2. "hier: vbak-aufnr = cobl-aufnr. ENDFORM.
3. Schritt
Objekt in die Auftragspositionen "vererben":
FORM USEREXIT_MOVE_FIELD_TO_COBL USING US_VBAK STRUCTURE VBAK US_VBAP STRUCTURE VBAP CHANGING CH_COBL STRUCTURE COBL. * Examples * CH_COBL-zzfield = US_VBAK-zzfield2. * CH_COBL-zzfield = US_VBAP-zzfield2. "hier: ch_cobl-aufnr = us_vbak-aufnr. ENDFORM.
Sofern die Anforderung besteht, zusätzliche CO-Objekte in den Auftragspositionen aufzumachen, ist das Vorgehen ähnlich.
Im Include MV45AFZB, Routine USEREXIT_COBL_SEND_ITEM wird das gewünschte Objekt in den Kontierungsblock aufgenommen.
FORM USEREXIT_COBL_SEND_ITEM.
* This example shows how to select fields that are shown in the
* account assignment block
* INT_COBLF-FDNAM = zzfield1. "z.B. Kostenstelle 'KOSTL'
* INT_COBLF-OUTPUT = '1'.
* IF T180-TRTYP NE CHARA AND
* VBAP-KZVBR NE KZVBR_P.
* INT_COBLF-INPUT = '1'.
* INT_COBLF-REQUIRED = '1'. "nur bei Mussfeld
* ENDIF.
* INT_COBLF-ACTIVE = '1'.
* APPEND INT_COBLF.
ENDFORM.
In der Routine USEREXIT_COBL_RECEIVE_VBAP wird die CO-Kontierung in das entsprechende Feld in der Auftragsposition übernommen.
FORM USEREXIT_COBL_RECEIVE_VBAP.
* VBAP-zzfield = COBL-zzfield2.
"z.B. VBAP-KOSTL = COBL-KOSTL.
ENDFORM.
Ein etwaig bereits in der Auftragsposition vorhandenes CO-Objekt soll natürlich in den Kontierungsblock übernommen werden (Routine USEREXIT_MOVE_FIELD_TO_COBL)
FORM USEREXIT_MOVE_FIELD_TO_COBL USING US_VBAK STRUCTURE VBAK
US_VBAP STRUCTURE VBAP
CHANGING CH_COBL STRUCTURE COBL.
* Examples
* z.B. CH_COBL-KOSTL = US_VBAP-KOSTL. "Bsp. Kostenstelle
* CH_COBL-zzfield = US_VBAK-zzfield2.
* CH_COBL-zzfield = US_VBAP-zzfield2.
ENDFORM.
Steuerfindung in Vertriebsbelegen (SD)
In den Standardkalkulationsschemata des Vertriebes wird als Konditionsart zum Ausweis der Ausgangssteuer MWST verwendet (Ausnahme POS-Fakturen, s. weiter unten).
Der Konditionsart MWST ist im SAP-Auslieferungszustand die gleichnamige Zugriffsfolge zugeordnet:
Konditionsart MWST Ausgangssteuer Zugriffsfolge MWST Mehrwertsteuer
Kond.Klasse D Steuern Vorzeichen positiv un
Rechenregel A Prozentual
Konditionstyp D Steuer
Rundungsregel Kaufmännisch
Strukturkond.
IMG: Vertrieb > Grundfunktionen > Preisfindung > Steuerung der Preisfindung > Konditionsarten definieren
Die Zugriffsfolge MWST beinhaltet im SAP-Standard folgende Zugriffe:
| Lfd.Nr. | Tab. | Bezeichnung | Bedingung | Exklusiv |
| 10 | 002 | Steuern Inland | 7 | X |
| 20 | 011 | Steuern Export | 8 |
|
Die Bedingung 7 prüft dabei, ob es sich bei dem vorliegenden Geschäft um ein Inlandsgeschäft im Sinne des UStG handelt. Dies ist offensichtlich dann gegeben, wenn Empfängerland (Warenempfänger[!]) und das Land des Lieferwerks übereinstimmen. Ein Inlandsgeschäft ist aber gemäß der Bedingung auch dann gegeben, wenn beide beteiligten Länder der EU angehören und der Empfänger kein Unternehmen ist (B2C-Geschäft). Dies wird vom System daran identifiziert, dass im entsprechenden Kundenstammsatz keine Umsatzsteuer-Identnummer eingetragen ist. In allen übrigen Fällen handelt es sich um ein Exportgeschäft, was durch die Bedingung 8 nochmals verifiziert wird.
Die Tabelle 011 beinhaltet folgende Merkmale:
| Feld | Bezeichnung | Erläuterung / Werte | Customizing |
| ALAND | Land | Leitet sich aus dem liefernden Betrieb ab (s. Tab. T005) | ./. |
| LAND1 | Empfangsland | Land aus dem Stammsatz des Warenempfängers | ./. |
| TAXK1 | Steuerklassifi.-Kd | 0 = steuerbefreit 1 = steuerplichtig Die Pflege erfolgt in der Vetriebssicht des Debitorenstammsatzes | Vertrieb > Grundfunktionen > Steuern > Steuerrelevanz der Stammsätze definieren > Steuern: Debitoren |
| TAXM1 | Steuerklassifi. Art | 0 = keine Steuer 1 = volle Steuer 2 = halbe Steuer ggf. weitere, z.B. Mischsteuersätze (Landwirtschaft) Die Zuordnung erfolgt im Artikelstammsatz (Grunddatensicht) | Vertrieb > Grundfunktionen > Steuern > Steuerrelevanz der Stammsätze definieren > Steuern: Artikel |
Steuerrelevante Indikatoren für Vertriebsbelege
Die Tabelle 002 (Steuern Inland) ist eine Teilmenge der oben stehenden Tabelle und enthält nur die Steuerklassifikationen Artikel und Debitor.
Die Werte zur Konditionsart MWST werden in der Anwendung mithilfe der Transaktionen VK31 bzw. VK32 (-> Steuern -> MWST/ATX1) hinterlegt.
Beispiel:
Inland:
| St.Klass. Debitor | St.Klass. Artikel | Steuer-Kz. | Bezeichnung |
| 0 | 0 | A0 | Ausgangssteuer 0% |
| 0 | 1 | A0 | Ausgangssteuer 0% |
| 0 | 2 | A0 | Ausgangssteuer 0% |
| 1 | 0 | A0 | Ausgangssteuer 0% |
| 1 | 1 | A1 | Ausgangssteuer Inland volle Steuer |
| 1 | 2 | A2 | Ausgangssteuer Inland halbe Steuer |
Beispieleinträge zur Kondition MWST (Steuern Inland)
Export:
| Land | Empf.-land | St.Klass. Debitor | St.Klass. Artikel | Steuer-Kz. | Bezeichnung |
| DE | AT | 0 | 0 | A6 | MwSt 0% EG-Lieferung |
| DE | AT | 0 | 1 | A6 |
|
| DE | AT | 0 | 2 | A6 |
|
| DE | AT | 1 | 0 | A6 |
|
| DE | AT | 1 | 1 | A6 |
|
| DE | AT | 1 | 2 | A6 |
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| DE | CH | 0 | 0 | A0 | MwSt 0% - Kein Steuervorgang |
| DE | CH | 0 | 1 | A0 |
|
| DE | CH | 0 | 2 | A0 |
|
| DE | CH | 1 | 0 | A0 |
|
| DE | CH | 1 | 1 | A9 | MwSt 0% Export Drittland |
| DE | CH | 1 | 2 | A9 | MwSt 0% Export Drittland |
Beispieleinträge zur Kondition MWST (Steuern Export)
Hinweise: Da mit jeder gesetzlichen Änderung des Steuersatzes neue Steuerschlüssel angelegt werden müssen, sind die aktuell gültigen Steuerkennzeichen ggf. bei der entsprechenden Fachabteilung zu erfragen. Nicht in jedem Land gibt es die Unterscheidung zwischen ermäßigtem und vollem Steuersatz (z.B. Belgien).
Im Standardkalkulationsschema POS000 wird als Steuerkondition die Konditionsart MWSI verwendet. Es ist im Customizing zu prüfen, ob ihr auch die Zugriffsfolge MWSI zugeordnet ist. Diese behandelt sämtliche Verkäufe als Inlandsgeschäfte, was auch korrekt ist, da die Ware unabhängig von der Herkunft des Kunden mit der Umsatzsteuer des jeweiligen Landes der Filiale zu belegen ist. Die Steuerrückerstattung für ausländische Kunden (Stichwort: ‚Tax-Free’) ist ein vom POS-Abverkauf gänzlich entkoppelter Vorgang. Dies kann dann problematisch werden, wenn die Verbuchung über den anonymen Debitor vorgenommen und dieser länderübergreifend verwendet wird, da das ‚Land’ ein Feld in den mandantenabhängigen Daten des Debitorenstamms ist.
Weitere Details finden sich im Beratungshinweis 827449.
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